Aropea

Niemand weiß mehr genau, wie die Welt vor dem Turmfall war.
Man erzählt sich, es sei eine Zeit des Lichts gewesen, der Verbindung, der Stimmen, des Wissens. Doch was einst klar war, ist verblasst. Erinnerungen sind Legenden geworden, und selbst die ältesten Chroniken widersprechen sich. Manche sagen, die Menschen hätten damals über die Natur selbst geherrscht. Andere glauben, die Türme seien nicht von Menschenhand erbaut worden.

Dann kam der Tag, an dem die Türme fielen.
Acht gewaltige Bauwerke,  die Türme der Musen, stürzten gleichzeitig in sich zusammen. Die Erde bebte, das Meer erhob sich, und ein Donner ging über Aropea nieder, der noch Generationen später in den Erzählungen widerhallt. Kein Gelehrter kann sagen, was den Turmfall auslöste. Ein Unfall? Ein Krieg? Oder der Zorn jener Mächte, die die Türme einst errichteten?

Was sicher ist: Mit dem Sturz der Türme endete eine ganze Ära.
Die Welt, wie sie war, brach zusammen. Verbindungen rissen, Wissen ging verloren, und mit der Vernetzung verschwanden auch Ordnung, Kommunikation und Hoffnung. Städte, die einst auf den Fluss der Daten, Nachrichten und Waren gebaut waren, stürzten in Chaos und Hunger. Regionen, die sich selbst versorgen konnten, hielten durch, die übrigen zerfielen.

Heute, fast neun Jahrzehnte später, ist Aropea ein Kontinent der Wunden.
Fünf Reiche haben sich aus den Trümmern erhoben hart, misstrauisch und voneinander abgeschnitten. Jedes hat seine eigene Wahrheit über die Zeit vor dem Turmfall, und jedes glaubt, allein im Recht zu sein.

  • Karganth härtete sich im Gebirge aus Stahl und Hunger.
  • Velmora klammert sich an seine Küsten, zwischen Reichtum und Verfall.
  • Dravien versank in Nebel, Sümpfen und uralten Riten
  • Solendar baute Ordnung aus den Feldern, die es ernähren.
  • Und Orathien erhob den Glauben zur Waffe gegen die Ungewissheit.

Doch jenseits dieser Reiche gibt es noch mehr.
Vergessene Täler, in denen Maschinen aus der alten Zeit unter Wurzeln schlafen. Inseln, die nie auf Karten standen. Und Orte, an denen der Nebel selbst flüstert als würde Aropea sich an etwas erinnern, das niemand mehr versteht.

Viele wagen zu sagen, dass die Welt seit dem Turmfall neu geboren wurde.
Doch andere glauben, sie sei nur ein Schatten dessen, was einst war, ein Nachhall, ein Echo der alten Zeit, das langsam im Nebel vergeht.

Aropea ist ein Land ohne Vergangenheit! Ist Aropea ein Land ohne Vergangenheit?
Eines steht fest…
Aropea ist eine Welt, die auf Ruinen steht, und die langsam begreift, dass das, was verloren ging, vielleicht nie wieder gefunden werden kann.

Karganth

karganth

Velmora

velmora

Dravien

dravien

Solendar

solendar

Orathien

orathien