Die Chronik von Velmora
Vor dem Turmfall (v.T.)
Velmora entstand aus einer einst blühenden Handelsrepublik, deren Macht auf ihren großen Hafenstädten ruhte. Schiffe brachten Waren aus allen Teilen des Kontinents, gesteuert und gesichert durch die Netze der Türme. Die Kanäle der Hauptstadt, von Kaufleuten als „Silberadern“ bezeichnet, waren voller Leben. Der Wohlstand Velmoras beruhte nicht auf eigenen Ressourcen, sondern auf dem geschickten Umlenken fremder Güter.
Der Turmfall (0 n.T.)
Als die Ströme von Informationen und Waren plötzlich versiegten, brach Velmora in sich zusammen. Die Schiffe blieben leer, Verträge und Abmachungen verloren über Nacht ihre Grundlage. In den Kanälen der Städte lagen gestrandete Kähne, auf den Märkten verdorrten die Früchte, die aus fernen Landen gekommen waren. Die Händlerfamilien, die die Republik geführt hatten, gaben sich gegenseitig die Schuld. In den ersten Wochen nach dem Turmfall verwandelten sich Ratssäle in Schlachtfelder.
Erste Jahre nach dem Turmfall (1–20 n.T.)
Velmora erlebte eine Zeit der Anarchie. Piraten bemächtigten sich der Küsten, während Hunger und Krankheit in den überfüllten Hafenvierteln wüteten. Händlerclans, einst reich und mächtig, zerfielen in kleine Banden. In den engen Kanälen entstanden Reviere, die von Räuberhauptleuten beherrscht wurden. Ganze Viertel verbrannten in Kämpfen um Vorräte.






